Wie du in nur 5 Minuten zur Ruhe kommen kannst (eine einfache Übung)

Wie du in nur 5 Minuten zur Ruhe kommen kannst (eine einfache Übung)
Bildquelle: Henrike Schwarz

Ich bin nicht der Typ Mensch, der mal eben schnell eine Mittagsstunde oder einen Powernap einlegen kann. Ich tue mich dann immer schwer, zur Ruhe zu kommen.

Wenn ich es versuche, fällt mir oft siedend heiß noch etwas ein, das ich unbedingt aufschreiben oder erledigen will.

Ich schreibe es als Notiz in mein Handy.

„Heute Morgen war da noch …“, tönt es in meinen Gedanken. Ich denke darüber nach.

Dann bemerke ich, dass ich doch eigentlich schlafen wollte. Irgendwie bin ich nicht mehr so müde. Also schnell noch ein Video bei YouTube ansehen, in der Hoffnung, dass ich dann doch noch müde werde.

Es klappt nicht. Na ja, immerhin habe ich mich für 20 Minuten hingelegt …

Vor ein paar Tagen war wieder so eine Situation: Ich war ziemlich müde und begab mich für die Mittagsstunde ins Bett.

Ich beobachtete die vorbeiziehenden Wolken am Himmel und meine Gedanken begannen wieder zu rattern. Diesmal dachte ich zum Glück an eine kleine Übung, die ich in einem Vortrag des Heilpraktikers Reinhard Lier gehört hatte und die ich recht ansprechend fand.

Mit dieser Übung bin ich in 5 Minuten zur Ruhe gekommen und konnte direkt einschlafen

Ich machte also diese kleine Übung und stellte verwundert fest, wie ruhig ich mit einem Mal wurde. Etwa 5 Minuten später fiel ich in einen wundervoll entspannten Mittagsschlaf.

Ich bin jetzt schon so überzeugt von dieser Übung, dass ich sie dir an dieser Stelle erklären möchte. Sie ist nicht nur zum Einschlafen geeignet, sondern auch hervorragend, um einfach so im Alltag zur Ruhe zu kommen. Und das Gute: Diese Übung ist verdammt einfach.

Lege oder setze dich entspannt hin. Tue dies einfach so wie immer. Es ist keine besondere Haltung oder Atemtechnik notwendig.

Lege in Gedanken alles ab. Mit alles meine ich auch alles. Okay, deine Klamotten kannst du schon noch anbehalten. Es geht vielmehr darum, dass du alles, was gerade in deinem „emotionalen Rucksack“ liegt, ablegst.

Fange mit deinen oberflächlichen Gedanken an. Sage dir einfach: „Diesen Gedanken lege ich ab. Ich lege ihn jetzt auf den Boden. Wenn ich will, kann ich ihn später wieder aufheben.“

Spürst du eine Emotion kommen? Lege auch diese ab. Stell dir vor, wie du sie nimmst und ebenfalls auf den Boden legst.

Male dir ruhig aus, wie es aussehen könnte, wenn du bestimme Gedanken und Emotionen ablegst. Die genaue Vorstellung davon könnte dir bei dieser Übung vielleicht helfen.

Ein Impuls, irgendeinen Körperteil zu bewegen? Auch diesen darfst du gerne ablegen.

Versuche, so viel abzulegen, dass du dich immer leichter fühlst. Spüre eine Weile deinen tiefen inneren Kern, der nicht durch den ganzen Ballast verdeckt wird.

Lass nach einer Weile alles von selbst wieder zu dir kommen. Wenn du diese Übung nicht zum Einschlafen, sondern einfach nur so zum Entspannen benutzt, dann ist nach einigen Minuten die Zeit gekommen, alles, was zu dir gehört, von selbst wieder zu dir kommen zu lassen.

Mache das nicht aktiv, sondern spüre einfach, was von selbst wieder zu dir kommen möchte.

Strecke dich ein wenig und komme wieder an. Das war es auch schon. Dein Tag kann weitergehen, nur mit mehr Ruhe und Gelassenheit.

Warum diese einfache Übung so wirkungsvoll ist

Ich bin kein Arzt oder Psychologe. Ich weiß nicht, warum die Übung so schnell wirkt. Aber ich habe an mir selbst erfahren, dass sie wirkt.

Einige Thesen habe ich dennoch:

  1. Es wirkt entspannend, immer mal wieder etwas aus dem sogenannten „emotionalen Rucksack“ zu packen. Hier stauen sich die Emotionen an, die man den ganzen Tag über so ansammelt, obwohl man sie eigentlich nicht mehr braucht. Stattdessen wird er im hektischen Alltag aber immer schwerer und belastender.
  2. Es wirkt entspannend, zu seinem tiefsten inneren Kern vorzudringen. Im Grunde werden wir ja alle als leere, unbeschriebene Blätter geboren. Im Laufe des Lebens wurde viel in dieses Blatt hineingeschrieben und -gekritzelt. Manchmal tut es einfach sehr gut, sich an die Leere seines Ursprungs zu erinnern.
  3. Weil es eine zeitlich abgesteckte Übung ist, kreisen die Gedanken nicht um irgendetwas Sinnloses. Stattdessen räumst du eben deinen emotionalen Rucksack auf und dringst zu deinem inneren Kern vor. Konzentriert, und doch sehr meditativ, fast schon hypnotisierend.

Ich bin gespannt, ob du diese Übung auch einmal ausprobierst, um zur Ruhe zu kommen. Wenn du es machst, denke doch bitte daran, mir hier einen Kommentar zu hinterlassen und mir deine Erfahrungen mitzuteilen.

Ich wünsche dir eine entspannte Übungszeit.

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