Du bist vollkommen – Warum du dich trotzdem weiterentwickeln solltest

Du bist vollkommen - Warum du dich trotzdem weiterentwickeln solltest
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Ich habe zwei Nachrichten für dich. Eine gute und noch eine gute. Die erste gute Nachricht lautet: Du bist vollkommen, so wie du bist. Die andere: Du kannst dich trotzdem persönlich weiterentwickeln. Lass mich dir erklären, was ich damit meine.

Ich möchte diese Erklärung mit einem Zitat aus dem Buch „Integrale Lebenspraxis” von Ken Wilber und seinen Co-Autoren Terry Patten, Adam Leonard und Marco Morelli beginnen:

„Wir müssen nicht praktizieren, um Vollkommenheit zu erlangen, sondern einfach nur wach werden für die Vollkommenheit, die bereits existiert – zusammen mit unseren ganz gewöhnlichen menschlichen Problemen, unseren Verlusten, unserer Sterblichkeit und selbst mit dem Tod der Menschen, die wir lieben. Wir müssen nichts verändern, erreichen, finden oder „läutern”, damit dieser Augenblick 100-prozentig strahlendes So-Sein ist. Und das ist ganz offensichtlich so – zumindest, wenn wir einmal erwachen als die oder der, die wir wirklich sind.”

Ich finde, an diesen Worten ist viel Wahres dran. Du bist, genau wie alles und jeder andere, bereits vollkommen. Du musst dich nur in die Lage versetzen, dies zu erkennen und zu „verstehen”. Und das ist das Paradoxe daran, denn genau deshalb musst du dich persönlich weiterentwickeln.

In den nächsten Abschnitten dieses Textes versuche ich dir in meinen Worten dieses Paradoxon ein wenig aufzuschlüsseln. Ich werde dir auch meine Anhaltspunkte nennen, warum du dich denn nun tatsächlich trotz deiner Vollkommenheit weiterentwickeln solltest. Lasse dich einfach darauf ein und inspirieren.

Die Schau: Du betrachtest alles mit Liebe

Der wichtigste Grund für die eigene persönliche Entwicklung ist, wie man ab und an aus spirituellen Kreisen hört, die Schau. Aus meinem aktuellen Entwicklungsstand heraus bedeutet die Schau für mich, in allen Dingen mehr zu sehen, als nur eine bloße Form und einen oberflächlichen Inhalt. Du entwickelst mit der Zeit einen anderen Blick für die Dinge, kannst dich mehr an ihnen erfreuen.

Das führt irgendwann dazu, dass du viel schneller fühlen kannst, was eigentlich um dich herum passiert. Du hast mit einem Mal mehr Mitgefühl für andere Menschen, für die Welt und ganz besonders auch für dich selbst.

Kurzum: Du betrachtest die Welt mit den Augen der Liebe. Und dadurch kommt dir alles leichter, friedfertiger und sinnvoller vor.

Du solltest immer üben, um nicht zu vergessen

Wie leicht es doch passiert, dass wir, wenn wir erst einmal in Stress geraten, wichtige Prinzipien in unserem Leben außer Acht lassen können. Das kann dann auch schon einmal ausarten, sodass es wie ein Kampf um Leben und Tod wirkt. Kaum läuft mal etwas nicht so, wie geplant, kämpft der unreflektierte Persönlichkeitsanteil in uns um sein Überleben. Dann werden unsere Glaubenssätze, Gewohnheiten und eingefahrenen Charakterstrukturen mit einem Mal in ihrer Existenz gefährdet.

Aber was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn es nicht gerade tatsächlich um dein physisches Überleben geht? Es könnte sein, dass ein Stück von dir selbst, deiner Essenz zum Vorschein kommt. Kann das denn so schlimm sein? Nein, im Gegenteil.

Du musst nur üben, dich selbst in deiner gesamten Tiefe zuzulassen.

Aus diesem Grund solltest du immer üben, um nicht von den hohen Wellen, die uns im Leben immer mal wieder heimsuchen, weggespült zu werden. Du lernst, standhaft zu bleiben und deine wahre Natur zu auszuhalten. Und dann kannst du erkennen, wer du wirklich bist.

Wie immer in deiner gesamten Vollkommenheit.

Beeinflusse die menschliche Evolution zum Positiven

So du dann also erkennst, wie vollkommen du bist und immer warst, kann es passieren, dass du dich verbunden fühlst mit allen Menschen, seien sie noch so böse oder gut.

Wir spiegeln uns doch sowieso alle gegenseitig und deshalb wirkt sich auch jede unserer ethisch korrekten oder auch nicht ganz so korrekten Handlungen irgendwo in diesem Verbund aus Geist auf irgendeine Art und Weise aus.

Du kannst jetzt ein Zeichen setzen, indem du dich persönlich, ethisch und spirituell entwickelst, um damit ein Zeichen für mehr Liebe, Mitgefühl und Miteinander zu setzen. Und damit auch die gesamte Evolution, die du meiner Meinung nach auch in irgendeiner Form noch in 1.000 Jahren miterleben wirst, in die richtige Richtung zu lenken.

Und das alles nur, weil alles, wie du, bereits jetzt vollkommen ist.

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