Lass dich nicht unterkriegen – habe Vertrauen

Lass dich nicht unterkriegen - habe Vertrauen
Bildquelle: Heldengeist

Ich bin gerade in einer Phase meines Lebens, die sehr viel von mir abverlangt. Ich schalte ständig zwischen verschiedenen Verantwortungen um und einige Prozesse haben eine Ungewissheit, ob sie überhaupt nach Plan verlaufen werden. Und trotzdem habe ich Vertrauen darin, dass am Ende alles gut ausgeht.

Das war nicht immer so. Ich war ein sehr harmoniebedürftiger Mensch und habe mich leicht aus der Bahn werfen lassen, wenn etwas nicht sofort funktionierte. Ich habe vieles persönlich genommen und wenn etwas nicht klappte, führte ich es auf mein eigenes Versagen zurück.

Doch nach und nach lernte ich, mir immer mehr selbst zu vertrauen und optimistischer zu denken. Auch heute noch liebe ich Harmonie in meinem Leben, keine Frage. Aber wenn die Situation temporär die Harmonie aufbricht, dann nehme ich es so hin und stelle mich der Herausforderung, ohne in eine Lethargie zu versinken. Das kann ich, weil ich innerlich viel stärker geworden bin und ein hohes Vertrauen in mich selbst und in das „Sosein” der Dinge entwickelt habe.

Ich lasse mich niemals unterkriegen.

Nun habe ich schon zweimal das Wort „Vertrauen” verwendet. Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Ich zeige dir, in welche zwei Kategorien ich das Vertrauen einordne und wie du es schaffen kannst, mehr davon in dein Leben zu lassen, damit auch du dich niemals mehr unterkriegen lässt.

Das Selbstvertrauen

Die erste wichtige Art des Vertrauens ist das Vertrauen in dich selbst. Dein Selbstvertrauen spiegelt wider, wie sehr du deine Persönlichkeit und deine eigenen Fähigkeiten zur Problem- und Herausforderungsbewältigung würdigst.

Wenn du viel Selbstvertrauen hast, weißt du, dass du immer wachsen und deine Stärken ausspielen und verfeinern kannst. Du kennst auch deine Schwächen und bist bereit, zu lernen, mit diesen umzugehen oder sie sogar in Stärken zu verwandeln.

Wie kannst du dein Selbstvertrauen stärken?

Zunächst möchte ich dir nahelegen, dass diese Frage allein schon die erste Stufe für mehr Selbstvertrauen ist. Denn du wirst überall lesen, dass es sich hierbei um einen langfristigen Prozess handelt. Das heißt, dass du ein grundlegend stärkeres Selbstvertrauen erst trainieren musst. Und das kann mitunter, je nachdem, wo du stehst und was du erreichen möchtest, mehrere Jahre dauern.

Wenn du dir das klar machst und dich darauf einstellst, kannst du schon viel mehr Vertrauen in deine Entwicklung bringen, denn du weißt, dass jeder Rückschlag auf deinem Weg dich langfristig weiterbringen wird. Bedenke nämlich immer: Jeder Fehler, den du machst, hat immer sein Gutes. Lass diese zu, und du gewinnst paradoxerweise jetzt schon sehr viel Selbstvertrauen.

Für diesen abenteuerlichen Weg möchte ich dir an dieser Stelle ein paar Tipps aus meinem Leben mitgeben:

  • Stelle dich auf Rückschläge ein, denn die wird es ganz sicher geben. Vielleicht wirst du aufgrund irgendeiner Bemerkung von jemandem einen Knacks in deinem Selbstvertrauen erleben, vielleicht ziehst du dich in diesem Moment sogar beleidigt zurück. Mach dir nichts draus. Aber bitte: Gehe alleine in die Stille, lenke dich nicht ab, und denke noch einmal darüber nach, was passiert ist. Analysiere genau, welcher Glaubenssatz diesen Rückschlag verursacht hat. Und dann denke dir aus, wie du beim nächsten Mal besser reagieren kannst. Klopfe dir dann auf die Schulter, sei stolz auf darauf, dass du dies so reflektieren konntest… und mach am nächsten Morgen weiter.
  • Sammle Erfolgserlebnisse: Setze dich bitte, nachdem du diesen Artikel gelesen hast, für eine halbe Stunde hin und schreibe dir alle Dinge auf, die du bisher in deinem Leben erreicht hast. Hast du eine Ausbildung erfolgreich absolviert? Eine Beziehung lange aufrechterhalten? Deinen Führerschein gemacht, gute Freunde gefunden, keine Geldsorgen? Bist du künstlerisch begabt, hast du schon mal etwas gewonnen oder hast du jemanden in einer schweren Lage unterstützt? Sei stolz auf deine Leistungen! Ich schreibe mir jetzt sogar jeden Abend drei bis fünf Erfolgserlebnisse des aktuellen Tages auf. Es wirkt Wunder!
  • Entwickle dich weiter: Bleib nicht jeden Abend untätig vor dem Fernseher sitzen. Tue etwas für deine Persönlichkeitsentwicklung. Das macht sowieso viel mehr Spaß. Lese lieber ein gutes Buch oder ein paar gute Blogs, mache einen Selbstcoaching-Kurs, tue etwas für eine gesunde Ernährung, entwickle deinen Körper mit Sport und wenn du magst, fange einfach eine kleine Ausbildung nebenher an. Es muss nicht einmal etwas Großes sein: Mache zum Beispiel einen
    Koch- oder Sprachkurs. Wenn du mutig bist, frage deinen Arbeitgeber nach einer Fortbildung, die dich interessiert.
  • Lerne, dich zu behaupten: Sage „Nein“, wenn du auf etwas tatsächlich keine Lust hast oder du sowieso schon unter einem Berg an Aufgaben schwimmst. Konzentriere dich auf deine Kernqualitäten und versuche nicht, es jedem Recht zu machen. Wenn du ständig Sachen für andere erledigst, auf die du keine Lust
    hast, untergräbst du unterbewusst deine eigene Integrität mit ihren Werten und Standpunkten. Du darfst trotzdem weiterhin anderen Menschen helfen, aber tue es aus Liebe und Mitgefühl, nicht aus einer Haltung des Mangels heraus . Höre auf dein Herz und lasse dich leiten.

Das Urvertrauen

Die zweite Form des Vertrauens ist das Urvertrauen. Hier geht es vor allem um die spirituelleren Arten, wie das Vertrauen in die Welt, die Natur, in das Universum, in GEIST oder auch GOTT. Oder wie ich es gerne benenne, in das „Sosein“ der Dinge. Jeder findet hier über kurz oder lang seine eigenen Begriffe.

Wenn du ein hohes Urvertrauen entwickelt hast, bist du dir immer häufiger sicher, dass alles, was dir widerfährt, seinen Sinn hat. Selbst, wenn du etwas Negatives erlebst, hast du dieses wohlige Gefühl in dir, dass es für irgendetwas nützlich sein wird, selbst wenn du das erst Jahre später erkennen wirst.

Bei der Entwicklung von Urvertrauen geht es meiner Meinung nach vor allem darum, sich von Angst, Hass und Schuld zu lösen und in allen Menschen und Dingen das Höchste zu sehen. Ohne Ausnahme! Das ist gewiss nicht einfach, aber es wird dir Frieden schenken.

Es wäre falsch, dir an dieser Stelle genau vorzuschreiben, wie du mehr Urvertrauen entwickelst. Denn es geht hier, wie ich bereits erwähnte, tatsächlich um spirituelle Pfade. Und in diesem Artikel geht es mehr um die eigene Herangehensweise, als sich in irgendeiner Form „indoktrinieren“ zu lassen.

Deswegen beschreibe ich dir nur kurz, womit ich mich in dieser Hinsicht so beschäftige, um dir ein bisschen Inspiration zu geben. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Nondualitätslehre, beispielsweise aus der indischen Advaita oder aus „Ein Kurs in Wundern“. Ich höre mir diesbezüglich gerne Vorträge von Reinhard Lier an, den ich letztes Jahr sogar persönlich kennenlernen durfte. Außerdem interessieren mich die Lehre des Zen, die Quantenphysik (auch die hat durchaus etwas Spirituelles) und die Entstehung unseres Universums. Ich gehe häufig in die Stille, um mich selbst zu erfahren und ab und an mache ich auch mal eine Meditation.

Und das war es „schon“. Das waren die beiden Arten von Vertrauen, die zu entwickeln ich dir sehr ans Herz lege. Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren, sodass du einige Zeit dabei bleibst, denn ich erwähnte ja bereits, dass diese Entwicklung ein wenig Zeit braucht. Das ist nämlich etwas, was ich kaum in Worte verfassen kann, etwas so Schönes, das jeder selbst erfahren muss.

Vielleicht fragst du dich noch, warum ich in diesem Artikel nicht das Vertrauen in andere Menschen erwähnt habe? Ganz einfach: Das entwickelt sich in diesem Prozess ganz automatisch. Wenn du erst einmal mehr in deine innere Mitte gefunden hast, wirst du automatisch das Höchste in allen anderen Menschen zu sehen versuchen. Und dabei viel Liebe und Vertrauen erfahren.

Ich sehe das Höchste in dir. Lass dich niemals unterkriegen.

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