Mangel oder Überfluss? Welche Mentalität hast du?

Mangel oder Überfluss? Welche Mentalität hast du?
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Kennst du das Gefühl, dass alles immer knapp zu sein scheint? Zu wenig Geld, zu wenig Zeit, zu wenig Liebe und Zuneigung, Motivation, Prioritäten, Abwechslung oder sogar zu wenig Drama im Leben. Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft verspüren Mangel, obwohl sie doch so vieles zu haben scheinen.

Das weiß auch die Werbeindustrie. Es ist schließlich kein Wunder, dass wir uns so leicht von Werbung beeinflussen lassen. Findige Marketingexperten wissen ganz genau, welchen Mangel sie in uns ansprechen können, um einen Wunsch zu erzeugen, genau ihr Produkt zu kaufen.

Aber haben wir, die wir in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland leben, denn tatsächlich einen Mangel an irgendetwas? Hast du absolut keine Möglichkeit, dir nahrhaftes Essen und ein Dach über dem Kopf zu leisten und hast du keinen Zugang zu einer ärztlichen Grundversorgung? Menschen, die das nicht können, gehören hier bei uns zur absoluten Ausnahme.

Ich möchte dir in diesem Artikel

  1. deutlich machen, warum die meisten Mangelgedanken einfach nur Jammern auf hohem Niveau sind,
  2. zeigen, dass du trotz allem bereits jetzt Überfluss bzw. Fülle in deinem Leben hast und
  3. Tipps geben, wie du leichter von einer Mangelmentalität in eine Überflussmentalität gelangen kannst.

Und los geht’s.

Wie äußert sich eine Mangelmentalität?

Die Begriffe „Mangelmentalität” und „Überflussmentalität” drücken aus, wie die tendenzielle Grundhaltung eines Menschen zum Leben an sich ist, auch wenn diese natürlich tagesformabhängig schwanken kann.

Eine Mangelmentalität drückt immer eine Bedürftigkeit aus. Wie am Anfang des Artikels schon beschrieben, scheint es einer solchen Person immer an irgendwas zu fehlen. Eine Person mit einem Hang zum Mangeldenken

  • lässt sich leicht durch Werbung beeinflussen,
  • kauft sich tausend schöne Dinge und wundert sich, warum diese immer nur kurz Freude bereiten,
  • bleibt lieber in einem langweiligen Job stecken, als ein Risiko für bessere Aussichten einzugehen,
  • ist sehr eifersüchtig und kontrolliert seinen Partner heimlich,
  • klammert sich an Bestehendes, ist also nicht offen für Neues und hat Angst, dass ihm etwas weggenommen wird,
  • führt häufig ein hektisches Leben, da in immer kürzeren Zeitabständen immer mehr konsumiert werden muss und das Geld dafür natürlich irgendwoher kommen muss.

Du merkst schon, dass das alles nicht wirklich attraktive Eigenschaften sind.

Wie äußert sich eine Überflussmentalität?

Ein Mensch, der eine Überflussmentalität an den Tag legt

  • lässt sich nicht so leicht beeinflussen, weil er seine Werte und Prinzipien kennt,
  • hat Freude an den Dingen, die er tut und die er lebt,
  • verdient sein Geld mit Dingen, die er gerne macht,
  • lässt seinen Partner auch mal allein auf eine Party gehen, während er unbekümmert sein eigenes Ding macht,
  • muss nicht ständig seinen kleinen Kreis des Mangels beschützen, er klammert nicht und hat keine Angst vor Verlust,
  • nimmt sich seine Zeiten für sich selbst, um sich zu erden, beispielsweise durch Meditation, lange Spaziergänge, Sport oder kleinere Reisen.

Ein solcher Mensch muss sich auch nicht ständig profilieren und angeben. Er weiß, dass genug für alle da ist und jeder zum Zug kommt. Er kann warten. Das klingt schon deutlich attraktiver, nicht wahr?

Lass dich in die Fülle fallen

Mir kam vor kurzem ein einleuchtender Gedanke in den Sinn:

Die meisten Menschen tun sich verdammt schwer damit, sich einfach in die Fülle fallen zu lassen, die sie umgibt.

Sie können einfach nicht akzeptieren, dass genau jetzt in diesem Moment alles perfekt so ist, wie es gerade ist. Dabei kann jeder doch so viel tun, um genau in diesem Moment mehr aus seiner eigenen Fülle in die Welt zu tragen:

  • Du kannst genau jetzt einfach selbstbewusst sein, niemand hindert dich daran.
  • Du kannst genau jetzt jemandem ein Lächeln schenken.
  • Du kannst dir genau jetzt ein paar Minuten Zeit für dich nehmen. Sage einfach, dass du in 15 Minuten wieder da bist und gehe eine Runde spazieren.
  • Du kannst genau jetzt den ersten Schritt tun, um deine Träume und Visionen zu verwirklichen.

Aber seltsamerweise jammern viele herum, dass genau diese Dinge jetzt nicht gehen, weil noch dies und jenes fehlt.

Gib einfach die komplette Fülle an die Welt, die du schon jetzt und immer in dir hast.

Zugegeben, bei materiellen Gütern ist es schon ein wenig anders, als gerade beschrieben, denn dort ist fast ausnahmslos der limitierende Faktor das Geld. Aber Geld ist eine Energie, die viel schneller als du denkst ins Fließen kommt, wenn du aus der Fülle heraus handelst.

Der Faktor Zeit verhält sich ähnlich. Dabei sind beide, Zeit und Geld, selbst erschaffene Konstrukte, deren angeblichen Mangel wir am direktesten spüren. In Wirklichkeit resultiert dieser äußere Mangel aber an einer inneren Mangelhaltung in unserem Geist. Gehe an die ganze Sache mit ein wenig Geduld heran und du wirst mir bald zustimmen.

Eine Hilfestellung: So erlangst du mehr Fülle

Wenn dich der Artikel bis hierhin inspiriert hat, dann gebe ich dir gerne ein paar Tipps mit auf den Weg, die dir garantiert zu mehr Fülle in deinem Leben verhelfen werden:

  • Stelle dir zwischendurch immer mal wieder die Frage: „Tue ich dies gerade aus einer Bedürftigkeit heraus, oder weil ich diese Gabe von mir an die Welt geben möchte?“
  • Lerne loszulassen, sowohl Gegenstände als auch Gedanken. Du bist für dein Glück selbst verantwortlich, niemand sonst! Ich empfehle hierfür eine tägliche Meditation von 20 Minuten.
  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch. Schreibe dir jeden Tag fünf Dinge auf, für die du dankbar bist. Noch besser ist ein komplettes Journaling.
  • Fülle dir beim Essen deinen Teller nicht zu voll. Das hat nichts damit zu tun, dass du abnehmen musst, sondern dass du dir antrainierst, mit weniger zufrieden zu sein. Zumal wir meistens sowieso viel mehr essen, als nötig ist.
  • Mache es dir zum Ziel, jeden Tag irgendjemandem ein Lächeln zu schenken.
  • Vergleiche dich nicht mit anderen. Das wirst du mit steigendem Selbstbewusstsein und wachsender Fülle automatisch immer seltener machen. Aber achte zumindest ab jetzt bewusst darauf, wenn es passiert. Und dann denke an die Fülle, zum Beispiel an deine Einträge im Dankbarkeitstagebuch.
  • Verrichte eine gemeinnützige Arbeit. Trete zum Beispiel der freiwilligen Feuerwehr bei oder spiele einmal in der Woche in einem Altenheim mit den Bewohnern Brettspiele.
  • Spende regelmäßig für einen wohltätigen Zweck. Es muss nicht viel sein. Ich habe zum Beispiel vor kurzem angefangen, 10 Euro im Monat an „Ärzte ohne Grenzen” zu spenden. Das Gefühl ist wirklich toll und mit der Zeit werde ich sicherlich auch immer mehr Geld spenden, auch an andere Organisationen.

Ich hoffe, dass dieser Artikel dich diesem wichtigen Thema ein Stück näher gebracht hat. Und ich freue mich über eine konstruktive Diskussion hierzu in den Kommentaren.

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